Die russische Matrjoschka-Puppe als Inbild russischen Wesens

Die russische Matrjoschka-Puppe als Inbild russischen Wesens

Die russische Matrjoschka hat als Symbol einen Sinn, der den Intellekt bei weitem übersteigt. Aus dieser Tiefe schöpft die russische Seele ihre Kraft. Doch leider ist das explizite Wissen darum abhanden gekommen, sogar bei den Russen selbst, und die Puppe ist jetzt bloß ein Souvenir und Kinderspielzeug, das sich gut verkauft.
Die Matrjoschka ist eigentlich das Symbol von Menschsein überhaupt, wobei die Körper wie Zwiebelschalen so angeordnet sind, dass die oberen die unteren durchdringen: von der physischen Erscheinung, über Inbilder, Emotionen, Gefühle bis hin zum Kern, zur Geist/Seele.
Der Vergleich mit der Zwiebel trifft den Nagel auf den Kopf! Man bleibt so immer bei der einen Zwiebel und springt nicht von einer Zwiebel zu anderen umher, ohne je tiefer und tiefer zum Kern der einen Zwiebel vorzudringen denn ohne dass einem dabei die Tränen fließen, geht es nicht. Deshalb springen die meisten lieber bloß auf den Zwiebeln herum. Wenn man aber bei der ein- und derselben Zwiebel bleibt, dringt man bis zu ihrem innernsten Kern vor, der sich als ein Loch herausstellt, durch den man in einen bodenlosen Abgrund fällt. Davor fürchtet man sich und schreckt zurück, sich in ihn fallen zu lassen. Wie schade! Denn der unendlich bodenlose Abgrund ist die Seele, die das menschliche Bewusstsein benötigt. Denn nur indem sich die in sich unbewusste Seele darin spiegelt, kann sie sich von dem befreien, worunter sie leidet. Dazu vermag aber nur der therapeutische Eros des Psychotherapeuten zu verhelfen, und zwar in Zusammenarbet mit dem Klienten an dem Symptom. Diese psychologische Methode der Er-INNERung wurde erst ab dem zweiten Viertel des 20. Jhs. wirksam, als die Seele im Jahrhundert zuvor zu sich gekommen war.
Übrigens, in der Unendlichkeit der Seele gibt es absolut nichts Stoffliches. Sogar keine Phantasiebilder oder Vorstellungen irgendeiner Art, nur das absolut bild- und vorstellunglose psycho-LOGISCHE Denken der Syzygie ( =Geist-Seele, oder: Anima-Animus.). Das Seelisch-Geistige ist zwar auf das Stoffliche angewiesen, doch ist es absolut unüberbrückbar von diesem getrennt.

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